Rundreise Irland 2017

 

Bereits in Tunesien, anfangs Jahr, haben wir uns entschlossen, mit Claudio und Sohn im Juni Irland zu besuchen. Wir mit unserem Land Rover Defender 110, namens Tofu, er mit seinem „Japaner“.

Treffpunkt die Fähre in Roscoff / Bretange Departement Finistère mit Ziel Rosslare Harbour Irland.

Start in Zürich mit Zwischenstopp in Saint Calais, Camping du Lac gefunden dank unserem neuen GPS. Das nächtliche Gewitter nehmen wir in stoischer Ruhe.

 

Anschluss A81 oder N12 gesucht!

 

Gemütliche Abfahrt am nächsten Morgen, GPS starten Roscoff eingeben und los.

Nun ja, alles nicht so einfach, denn der Anschluss A81/N12 ist nicht dort, wo unser GPS uns hinschickt, nach 3 Versuchen ist klar, das Pays de la Loire hat uns am Haken. Das vorhandene Kartenmaterial hilft nicht weiter und mitten im Grünen hat scheint`s ein rumänischer LKW-Fahrer das gleiche Dilemma. Wir können uns gegenseitig nicht helfen, ganz klar.

Egal, ein Einheimischer will gefragt werden, doch liebe Leute wählt nie einen Fussgänger, Fachkompetenz ob dem Strassennetz, Fehlanzeige, fragt einen Automobilisten und zwar einen, der jünger ist als ihr, nichts gegen ältere Menschen, aber nun ja.

Den Jüngling gefragt und oh Glück, er fährt voraus und lots uns sicher durch den Irrgarten Pays de la Loire auf die A81/N12 Richtung Le Mans. Dank an den unbekannten Guide.

Gaspedal nun bis zum Anschlag durchtreten, denn die Zeit drängt, die verlorenen 2 Stunden sind  halbwegs wettzumachen, da die Fähre garantiert nicht auf uns wartet.

Wir schaffen es auf den letzten Drücker und so ist es auch für Claudio ein Leichtes uns zu entdecken. Ciao ragazzi, tutto a posto? Jetzt ja!!!

 

Vom Winde verweht!

 

Die gemeinsame Tour entpuppte sich schwieriger als erwartet, denn ohne Funk, Koordinaten und Etappenziele, verliert man/frau sich schnell aus den Augen, bereits geschehen nach Ankunft in Wexford.

Wir sind denn alleine Richtung Süden gefahren, am Coastal Drive entlang, nach Arthurstown / Ballyhack , mit der Fähre rüber nach Passage East und wieder zurück. Weiter Richtung Hook Lighthouse, unser erster Übernachtungsstopp auf irischem Boden.

Der Wettergott blieb uns treu, Sonnenschein und blauer Himmel, der Stellplatz, ein Parkplatz vis à vis dem Leuchtturm und direkt  am Nord Atlantischen Ozean gelegen.

Das Wetter ändert bei der Ankunft von Claudio & Sohn (Zielort wurde per Handy kommuniziert).

Der orkanartige Wind macht uns und Tofu mit Hubdach die Nachtruhe fast unmöglich, um 04.00 Uhr morgens streichen wir sprichwörtlich die Segel und verziehen uns ins „Erdgeschoss“.

 

Historisches Gestein!

 

Der Wind bleibt, wir nicht, das Castle Cahir und Rock of Cashel im County Tipperary rufen. Danach Richtung Westen, dem Bergrücken Galtee Mountains folgend, ins County Cork, Dromberg Stone Circle und dem Lough Hyne (Salzwassersee) einen Besuch abstatten.

Durch Natur pur Richtung Skibbereen an den Wild Atlantic Way und nach Bantry zum Camping Eagle Point.

Nun der Wind liess sich nicht abschütteln, also suchten wir uns eine windgeschützte Stelle, denn nochmals „Erdgeschoss“ ist nicht unser Ding. Wir schlafen göttlich im Ersten Stock.

Nach Pasta und Wein entscheiden wir, dass unsere gemeinsame Tour mit Claudio & Sohn hier endet. Wir sind nicht geschaffen für Tourigourk-Attraktions-Fahrten.

Früh morgens verabschieden wir uns von Claudio & Sohn, halten jedoch ab und an Kontakt, um zu erfahren, in welchem Gefilde die Beiden unterwegs sind. Und vielleicht trifft man/frau sich ja.

 

Flussfahrt!! Das Hightlight!!

 

Wir peilen die Shehy Mountains an, gelegen im County Cork.

Conigar Bog, Guagan Barra Forest Park und the pass of Keimaneigh mit seinem urchigen Tunnel, voll cool. Endlich abseits, endlich Natur pur. Und.......

der River Lee macht uns DAS GESCHENK. Eine Flussüberquerung mit Wendepunkt auf einem Kiesbett. Adrenalin pur!

Worte können dieses Abenteuer nicht um- noch beschreiben, einfach der Wahn, siehe Fotos!!!!!!!!

 

Weiterfahrt nach Killarney, Boxenstopp bei Ladies View, Trablee, Tarbert mit der Fähre nach Killimer und zu den Cliffs of Moher. In Doolin fragen wir nach, ob es möglich ist zu den Aran-Inseln überzusetzten, wir ja, jedoch Tofu, unser Land Rover nein. Nun ja, somit geht unsere Fahrt auf der Strasse weiter, vorbei an den Burren über Galway zu unserem nächsten Etappenziel nach Gurteen Bay / Connemara. Stellplatz auch hier direkt am Strand, am Sandstrand wohlgemerkt.

Das irische Wetter hält uns von einem Sprung ins Wasser ab, Wasser von oben reicht uns im Moment. Wobei, wie wir am nächsten Tag feststellen, je nördlicher desto besser, das Wetter.

 

Malin Head!

 

Unser nächstes Etappenziel, es geht nach Clifden, Westport, Sligo, Letterkenny über Buncrana nach Malin Head. Nördlichster Punkt Irlands.

Wunderschön gelegen, ohne viel Volk, geniessen wir den schroffen Küstenabschnitt. 

Bevor es nach Nordirland geht, wird am Lough Foyle übernachtet.

 

Nordirland und die Iron Mountains!

 

Von links nach rechts nach links, von Euro zu Pfund zu Euro, so schnell geht`s.

Nordirland wird über die Sperrin Mountains gequert, bei Omagh nach Enniskillen, über die Iron Mountains mit Abstecher zu einer alten Mine (siehe Fotos) nach Leitrim und Carrick-on Shannon, wo wir nächtigen.

 

 

Mount Kennedy!

 

Athlone, Tullamore, Newbridge und zum Mount Kennedy.

Da ein Schild auf dem Parkplatz vor Einbrüchen in Autos warnt und die Glasscherben Bände sprechen, bleibt meine bessere Hälfte zurück und bewacht unseren Tofu.

Ich mit Kamera mache mich an die Besteigung, ca. 100m unterhalb des Gipfels gebe ich auf, denn der Wind pfeift mir orkanartig um die Ohren, meine Plastikschuhe bieten keinen optimalen Halt auf dieser Schotterpiste von den Kletterpassagen mal ganz abgesehen. Also, bitte wenden.

Durch die Wicklows Mountains an die Küste, wo wir im Wolohan`s Silver Strand Camping unsere letzte Nacht verbringen. Privatstrand inklusive.

 

Besser spät als nie

 

Gemütlich wird morgens musiziert, zu Mittag gegessen, die Küstenstrasse abgefahren, da die Autobahn sich partout nicht finden lässt und ups, unser 15.00 Uhr Fährentermin rückt gefährlich nahe und wir, nahe? Nein, eher fern! Also Gas, Gas, Gas.

Andere rasen wie wir, Spanier, Belgier, Italiener, alle in die gleiche Richtung, die ganz Mutigen legen noch Tankstopps ein, wir nicht, wir rasen weiter.

Uff, Punkt 15.00 Uhr passieren wir die noch geöffnete Schranke, und, die ist um 15.45 Uhr noch immer offen, ha, ha, Gas!

 

Fazit der Reise:

 

Ø  Wir haben fast jeden Abend gekocht, hätten wir unseren Coleman schon da gehabt, vielleicht jeden Abend.

Ø  Musiziert haben wir jeden Tag, unser Repertoire rauf und runter, bei jedem Wetter.

Ø  GPS hat uns viele Informationen zu kommenlassen, doch Kartenmaterial wäre ab und an schon gut gewesen.

Ø  Claudio & Sohn haben wir nicht mehr getroffen.

Ø  Linksherum halb so wild, sehr selten Ampeln und noch seltener die Staatsgewalt. Tempo 100 Kmh auf den engen Waldsträsschen erlaubt.

Ø  Irländer sprechen verständlich, sind äusserst zuvorkommend und im Strassenverkehr eher gemächlich unterwegs.

Ø  Irland ist landschaftlich sehr attraktiv, jedoch auch sehr zivilisiert und eng besiedelt und das meiste in Privatbesitz.

Ø  Nordirländer zu verstehen ist anstrengend, doch auch dies Volk zuvorkommend und landschaftlich auch sehr attraktiv.

    Das Wetter während unserer Reise im Juni stets wechselhaft, jeden Tag von allem etwas. Die Temperaturen lagen ca. bei 16°. Nachts nicht viel weniger.

    Es besteht keine Winterreifenpficht! Fast kein Schnee im Winter. 

 

 

 

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