Tunesien 2017, der Weg dahin & Claudio

 

Nach Marokko, will ein erneuter Besuch auf dem afrikanischen Kontinent geplant sein, und da wir gerne im „Sandkasten“ spielen, wurde Tunesien zu unserem nächsten Ziel erkoren.

Bereits vorab wurde durch Jürgen`s  Hilfe, der Kontakt zu Tahar Smida                       (Smida Tahar - Best Sahara Guide) hergestellt.

Eine viertägige Tour ab Douz durch die Sahara wurde von der Schweiz aus organsiert.

Er mit seinem Toyota, wir mit unserem Tofu (Land Rover Defender 110).

Am 25.02 frühzeitig und zügig von Zürich nach Genua, Fähre um 15.00 Uhr nach Tunis war gebucht.

Auf dem italienischen Hafengelände gleich von Claudio, unterwegs mit seinem Buschtaxi (Klo, Frigo, Kochecke, etc. inklusive) und gleichem Ziel, zu einem Kaffee eingeladen. Der Herr aus Genua, schon zig mal in Tunesien gewesen, entscheidet, dass wir mit ihm bis Douz fahren, Zwischenstation in Hammamet / Camping Samaris. Seine Kollegen würden nachkommen und er hätte somit Zeit. Ob er unsere gebuchte Sahara-Tour begleitet, ausstehend, denn 2x die gleiche Tour, sprich zweimal für`s Gleiche bezahlen, nun ja.

Ähä, OK, noch ein Reiseführer, ging ja schnell, wir werden knapp gefragt, doch egal, wir sind dabei, denn der Herr und sein Kaffee extrem sympathisch.

(Anmerkung am Rande, Claudio spricht am Besten Italienisch und eigentlich nur Italienisch).

 

Ankunft in Tunis am 26.02, die Zollformalitäten, inklusive Geldwechsel, sind in 30 Minuten abgehandelt, es wird getankt und Hammamet wird angesteuert.

Der Camping Samaris liegt gleich nach der Autobahnausfahrt Hammamet, ausser uns noch ein Italiener Vorort. Claudio sucht sogleich Kontakt und wird prompt zum Fussball - Spaghetti - Abendessen eingeladen, Juve gegen ? , vergessen.

Wie speisen Lokal und schmackhaft beim Besitzer.

07.00 Uhr Tagwach, Gletscherdusche begleitet durch Schnappatmungen (kälter als der Fätschbach auf dem Urnerboden), Kaffee zwecks Fernwärme und Abfahrt um 09.00 Uhr auf der A1 Richtung Gabès nach El Hamma.

In El Hamma wird Proviant auf dem Markt gekauft, bevor es folgend der Pipe-Line auf Schotter Richtung Süden nach Douz geht.  

Nach 50 KM Schotter nach rechts abbiegen auf die asphaltierte C105, eine Polizeikontrolle wird passiert und weiter nach Douz.

Wir stehen im steten Funkkontakt mit Claudio,  Kanal 10, er meldet Probleme, genauer ein Plattfuss

Wir wenden und sehen, dass Claudios externer Luftkompressor den rechten Hinterreifen komplett zerfetzt hat und das Teil ist auch noch weg, verloren, Ciao, Ciao.

Reserve-Rad vom Dach, mit Baby-Wagenheber (Gesteinsbrocken dienen als zusätzliche Stütze) die Karre anheben, Rad wechseln und zurück zum eventuellen Tatort, das teure Aussengehänsel suchen. Nochmalige 50 KM auf Schotter bleiben uns erspart, denn nach ca. 2 KM Piste finden wir das Teil.

Also weiter nach Douz, Tahar wird kontaktiert, er erwartet uns bei der ersten Tankstelle eingangs Douz, ein Sympath.  Er begleitet uns zum Camping Désert Club de Douz, bespricht mit uns den Ablauf der kommenden Tour und begleitet uns zum Abendessen (das Restaurant wärmstens zu empfehlen, den Namen weiss ich leider nicht mehr, doch es befindet sich genau vis à vis der Autoschule Mohamed / Ben Mohamed Bachtoula, zwischen dem Postoffice und der Apotheke).

Mit Minzetee lassen wir den Tag ausklingen und freuen uns bereits auf das Morgen.

 

Ins Uferlose  Vier Tage mit Tahar

 

Von Douz aus Richtung Ksar Ghilane.

Nach einer Pistenfahrt auf Schotter passieren wir das Café la Porte du Désert, weiter geht`s durch eine sanfte, sandige Hügellandschaft.

(Empfehlung, bereits jetzt wäre die Gelegenheit, Luft aus den Reifen zu lassen)

Da wir diesen Rat zu diesem Zeitpunkt noch nicht beherzigt haben,  setzt Frau Benz die Karre bereits auf den ersten Kilometern mehrmals in den Sand. Die Kupplung stinkt schon bis zum Himmel und zwei Herren nerven gewaltig. Ohren zu und durch!

Kurz ein Besuch des römischen Kleinkastell Tisavar, weiter zur Oase Ksar Ghilane dort erfolgt ein kurzer Zwischenstopp und Registrierung.

Weiterfahrt durch leichte Sanderhebungen bis das Tageslicht langsam schwindet. Camp wird errichtet (wir sind in 10 Sekunden fertig, Hubdach hoch, et voila), Tahar bereitet am Lagerfeuer unser Abendessen vor, Poulet mit Gemüse, gegart in einem Tongefäß (nicht Tajine, ähnlich einer bauchigen Vase, die Öffnung nicht am Hals, sondern seitlich angebracht) mit Sandbrot, hm, ein Festmahl.

Zum Abschluss feiner Minzetee und Blicke auf die Sterne am wolkenlosen Nachthimmel über uns.

Tagwach bei Sonnenaufgang, nach frischem Sandbrot, Kaffee mit Kardamom und Datteln, will die Strecke bis zum Lac Houidhat Erreched in Angriff genommen werden.

Ab jetzt, Ahoi Sandmeer!

Tahar fährt voraus, es gilt unbedingt in seinen Spuren zu bleiben und sein Auto im Blick zu behalten. Sonst, keine Regeln.

Nun ja, abwechselnd setzten wir unseren Tofu in den Sand, mehr Luft wird aus den Reifen gelassen (Frau bereits luftlos), der Herr übernimmt das Steuer.

Immer grösser werdende Dünen queren und umfahren, auf schmalen Graten traversieren, Berg- und Talfahrten bewältigen, rauf auf die hohen Dünen und abtauchen in tiefe Kuhlen.

Seegang à la Skala 9, verschwinden in den Wellentälern und empor schiessen ins blaue Nichts.

1 zu 1 in der Spur fahrend auch nicht immer ratsam, denn wir rutschen, triften, gleiten seitlich weg von der Spur in eine tiefe Kuhle und finden uns in einer  bedrohlichen Schräglage wieder. Frau`s Ausstieg Bunging Jumping-Like, der Herr Nase an Nase mit Meister Sand.

Diese Erfahrung dürfen wir 2x verkraften (leider keine Fotos von der 2. Schräglage). Die misslichen Lagen werden durch buddeln, schauffeln, legen der Sandbleche, Schweiss, Gefluche und Seilwinde überwunden.

Kurven werden ausgefahren, geschnitten, das Tempo erhöht, Tahar fährt zügig, gestoppt wird nur zum Holz sammeln, denn am Lac Houidhat Erreched gibt es keins.

Und endlich, „Land“ in Sicht, die Oase mit Warmwasserquelle vor uns, Wow.

Schuhe aus und ab ins warme Nass, welch Luxus. Luxus auch das Couscous von Tahar.

Die Eselfamilie teilt unsere Meinung, die Essensjagd ist eröffnet.

Tags darauf Richtung Tembaïne, herabgleiten von knappen 200m hohen Dünen in arenaähnliche Kessellandschaften,  Schlangengleich unsere Spuren. (Tahar bleibt heute, zu Gunsten unserem Selbstwertgefühl, auch mehrmals stecken)

Ersteigen des Tafelberges Tembaïne mit anschliessender Teepause im Café mit selbigem Namen.

Weiter Richtung Nationalpark Djebil, an Blumenfeldern und Dromedarherden vorbei, letztes Mal auf dieser Tour das Camp in den Dünen aufschlagen, Eintopf mit Sandbrot unser Abendessen.

Morgens, wie immer, Frühstück, zusammenpacken, Motor auf Betriebstemperatur und los geht`s.

Durch niedrige Dünen, an einem Militärstützpunkt und einer Wassertränke vorbei,  Richtung El Faouar, es wird nach Sandrosen gebuddelt, das Chott El Debaia wird passiert, die Landstrasse C210 überquert und das Chott El Jerid am Rande durchfahren.

Hier war Vorsicht geboten, denn nur einige Zentimeter mehr in die Fläche rein, bedeutet im Schlacke-, Schlammgemisch abzusaufen.

Zwischen Blidet und Touiba geht`s zurück auf Asphalt nach Douz, zum Campingplatz Désert Club, unserem Ausgangspunkt vor 4 Tagen.

 

Alle & alles heil, Fazit:

 

4 Tage für die Ewigkeit

Sanddünen wie nirgendwo            

ein Sandkasten ohne Ende

Tahar als Guide, Koch und Freund

            TOFU in Höchstform

                       Seilwinde sei Dank

 

den ganzen Tag im ersten Gang rauf & runter. Kaum zu glauben, dass so was möglich ist.

Alle mal abgesoffen, stecken geblieben und wieder aus der misslichen Lage befreit.

Ein Erlebnis fürs Leben.

 

Danke Tahar.

 

Forza Italia

Ohne Abenteuer im Abenteuer mit Abenteuer oder einfacher; Claudio.

 

Claudio hat uns, wie bereits eingangs erwähnt, auf dem Hafengelände Genuas aufgegabelt und bis nach Douz begleitet.

Nach unserem erlebnisreichen Ausflug in die Sahara und einem Ruhetag auf dem Camping Platz Désert Club, überrascht es uns nicht, als nachmittgas ein Buschtaxi auf das Areal fährt, Claudio, wer denn sonst!

Mit im Gepäck natürlich weitere Geschichten, dass er jedoch seine Karre im Chott El Jerid versenkt hat, erfahren wir erst später beim Schuhmacher und Ex-Saharaguide Edi.

Mit dem ebenfalls anwesendem deutschen Ehepaar ( Julie & Werner) unterhalten nur wir uns, denn Claudio, wie schon mal erwähnt, spricht Italienisch.

Wir besuchen mit Claudio den Suk, kaufen Souvenirs und trinken Tee.

Das Abendessen wird im Les Palmiers eingenommen, auch sehr zu empfehlen.

Von Claudio werden wir bei unserer Rückkehr auf dem Campingplatz zu Kaffee und Sambuco eingeladen, inklusive Geschichten & Reisen aus vergangenen Zeiten.

Libyen, Algerien, hübschen jungen Damen, das Rudern, mit welchem Gewicht, in welcher Zeit, wo und wie und mit wem und warum und überhaupt....... und dies alles im maschinengewehrsalvenhaften Staccato und Presto-Italienisch.

Storie divertenti, grazie Claudio, anche per il sambuco e il caffé.

 

Am nächsten Morgen frühstücken wir mit Claudio (Kaffee und Törtchen aus Italien) und beschliessen eine gemeinsame Tagestour nach Ksar Ghilane zu unternehmen. Er hätte noch Zeit, denn seine Kollegen sind erst ab morgen in Douz.

Gesagt getan, es wird getankt , Proviant gekauft und los geht’s auf Schotterpiste Richtung Ksar Ghilane. Beim Café Porte de Désert der obligate Boxenstopp, wo wir vom Besitzer erfahren, dass sich kurz vor uns 3 Fahrzeuge à 6 Italiener, ebenfalls unterwegs nach Ksar Ghilane, befinden.

Na denn, hinterher, profitieren ob den Spuren. Claudios GPS kommt trotzdem zum Zug, sicher ist sicher.

Anfangs über leichte Sandhügel, den gut sichtbaren Spuren hinterher, über Funk meinen wir sie bereits zu hören (sind jedoch andere, wie sich später herausstellt).

Claudio fährt voraus, die Sandhügel werden zu Dünen, Claudio unbeirrt und unbeeindruckt folgt den Spuren vor ihm. Wir kommen gut voran und siehe da, Sichtkontakt zu drei Fahrzeugen, doch Moment... 3 Personen stehen um die Fahrzeuge herum. Festgefahren? Böh, erstmals winken, aha, es wird zurück gewinkt. Wir schliessen auf und machen Bekannschaft mit Laura, Mario, Giorgo, Alessandro, Carlo und Luciano, aus dem Piemont / Provinz Cuneo / Gemeinde Bernezzo.

Ja, auf dem Weg nach Ksar Ghilane und wir mit von der Partie. Und aha, die 3 Personen sind „Vorspurer“, vorauslaufen und sondieren, Luciano („Führer“ und stets Erstfahrer) prüft den vorgeschlagen Weg ob der Machbarkeit und fährt dann vor. Daraufhin folgen die Anderen, so auch wir.

Dass wir so nicht allzu schnell vorwärts kommen, ist einleuchtend, und dass wir Ksar Ghilane heute nicht mehr erreichen werden, definitiv auch.  Gegen 17.00 Uhr wird gemeinsam entschieden, dass Nachtlager aufzuschlagen.

Wir, nach 10 Sekunden nichts tuend, die Italiener beschäftig mit Maggiolinas Dachzelten herrichten, Fahrzeugstandbegradigung, Gemeinschaftszelt errichten, Esswaren ins Zelt schaffen, denn, chi ha voglia di mangiare deve cucinare.

Wir stossen später dazu, zu den italienischen Lustigkeiten wird Pastis gereicht. Claudio bestens bekannt mit der Provinz Cueno (scheint jede und jeden auf diesem Planten zu kennen) ist nicht zu bremsen.

Storie e storie, natürlich dürfen auch scherzoso`s nicht fehlen, dass gewisse Toyota-Fahrer dabei ihr Fett abkriegen, lässt sich nicht  vermeiden.

Gegen 22.00 Uhr ruft der zunehmende Mond zur Nachtruhe auf, buona notte a tutti.

 

Tagwach vor Sonnenaufgang, alles schläft noch, Fotos schiessen, Kaffee kochen und musizieren.

Pünktlich um 09.00 Uhr ist Abfahrt, Andrea Fahrer, ich Läufer, bewaffnet mit Funkgerät und Fotoapparat. Auch Laura, Mario und Carlo sind zu Fuss unterwegs, das Gelände abchecken.

Und so geht das den ganzen Tag, Dünen rauf, Dünen runter, Anweisung per Funk geben, sei es fahren, warten oder Einsatz der Seilwinde anfordern.

Wir vier Läufer sind jederzeit für alle Fahrer sichtbar und dienen als Streckenposten.

Gegen 14.00 Uhr wird kurz pausiert, dass wir es auch heute nicht nach Ksar Ghilane schaffen, steht ausser Frage.

Weiter geht`s, über eine Düne nach der Anderen, ich per pedes, Kilometer für Kilometer.

In der Abenddämmerung schlagen wir erneut unser Nachlager auf, jeder kocht für sich, und ich weiss, alle haben wir Pasta gegessen.

Noch ein kurzer Besuch im Zelt und ab in die Heia, der morgige Start um 08.30 Uhr.

Was für ein Tag, einfach perfekt.

 

Sonnenaufgang geniessen, Kaffee kochen und Abfahrt, beziehungsweise Abmarsch um 08.30 Uhr, der Himmel bewölkt und Wind kommt auf.

Die Abläufe sitzen, jeder hat seine Position gefunden und weiss was zu tun ist.

Gegen 12.00 Uhr geht’s für alle fahrend weiter, denn das Gelände nun überschaubar, ähnlich einer Piste Richtung Ksar Ghilane.

In alle Plattfüsse wird wieder Luft gepumpt, unser T-Max entpuppt sich untauglich, wie schon mal kommt zu wenig Luft oder gar keine Luft durch die Düse. Claudio hilft aus.

Noch ein kurzer Dünenabschnitt und wir haben versandeten Sichtkontakt zum Fort Tisavar und der Oase, der Wind immer stärker, der Sand nadelstichartig spürbar.

Claudio entscheidet abrupt die Gruppe zu verlassen und direkt die Oase anzufahren, nur, der Mann der vielen Worte nun plötzlich ohne Worte weg. Nach einer Suchaktion unsererseits meldet er sich über Funk bei Andrea, dass er bereits ein Bad in der warmen Quelle geniesst. Nicht die feine Art, aber was solls`s.

Wir unternehmen noch eine kurzen Abstecher zum Fort, bevor es zur Oase geht.

Gegen 14.00 Uhr treffen wir in der Zivilisation ein, die Piemonteser beziehen ihr Lager kostenfrei unter Palmen, wir nehmen Abschied, bedanken uns und quartieren uns auf dem Campingplatz gegenüber für eine Nacht ein.

Nach dem verspäteten Mittagessen, pausieren wir, Claudio kommt vorbei um Ciao zu sagen, er fährt heute noch nach Douz.

Wir entscheiden kurz darauf es ihm gleichzutun, denn Ksar Ghilane, eine Geisteroase, Abfahrt um 16.45 und um 17.30 treffen wir an der Kreuzung Douz – Matmata bereits auf Claudio, schwatzend wie immer mit allen und jedem, Weiterfahrt nach Douz, gemeinsames Abendessen (Restaurant El Rambla oder so, vis à vis der Autoschule) und ab in die Heia.

 

Molte grazie a Luciano (il leader esperto), a Laura, a Mario, a Carlo, a Giorgo e a Alessandro, è stata una gioia per accompagnarvi.

 

Tunesien 2017 der Weg zurück / Douz - Hammamet

 

Am vorletzten Tag machen wir Bekanntschaft mit einer Gruppe Franzosen, die spontan anfragt, ob wir Lust haben in der Wüste unser letztes Abendessen zu geniessen. Wir sagen zu und informieren Claudio, dass es bereits heute Abschied zu nehmen gilt.

Eventuell sehen wir uns im Juni auf Irland, wer weiss.

Die Herren Fahrradfahrer haben sich mittlerweile auch auf dem Campingplatz eingefunden, ebenfalls bereits vorab in Genua getroffen, den Beiden ist es gut ergangen, mit dem Fahrrad über die Dünen, Sachen gibt`s.

Um 15.30 mach wir uns auf den Weg in die Wüste zu Mustafa, doch der Wind und die Sandverwehungen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, daher brechen wir ab und nehmen Kurs nach Norden.

Douz – Gafsa – Sbeïtla, kurz vor Sbeïtla erfolgt ein Shopping-Stopp und ein wenig später wird abseits der Strasse das Nachtlager aufgeschlagen.

Mittlerweile wurde uns durch eine SMS mitgeteilt, dass die Fähre mit einem Tag Verspätung loslegt, sprich freitags um 18.00 Uhr, also, kein Stress.

Tagwach vor Sonnenaufgang, nicht ganz alleine, denn die Häuschen hinter uns sind bewohnt, also Abfahrt, Morgentoilette und Kaffee wird auf später verschoben.

Weiter Richtung Kairouan – Zaghouan nach Hammamet, Camping Samaris wird avisiert. Diesmal sind wir alleine, ein windgeschütztes Plätzchen wird gesucht und zu Fuss geht es in die Altstadt. Der Marsch dauert ca. 1 ½  Stunden, wir kühlen unsere Füsse im kalten Mittelmeer, essen eine Kleinigkeit und organisieren ein Taxi für die Rückfahrt.

Ein kühles Bier als Schlummertrunk und ab in die Heia.

 

Hammamet – Tunis

 

Frühstück, Seilwinde neu aufziehen, Tofu von oben nach unten waschen lassen und die Fahrt nach Tunis wird gestartet.

Stadtrundfahrt, Abstecher zum Flughafen von Tunis inklusive, danach den Hafen doch gefunden, getankt und mit Tee vollgepumpt wird das Check-In in Angriff genommen. Bei diesem Unterfangen machen wir Bekanntschaft mit „pistenkuh.deSabine und Burkhard Koch. Die Beiden waren in Algerien unterwegs und uns nützliche Informationen geben könne, denn Andrea würde schon noch mal gern auf ein viertes Mal hin.

Die Überfahrt bei schönstem Wetter, die See ruhig und mit Rückenwind kommen wir trotz verspäteter Abfahrt pünktlich um 18.00 Uhr in Genua an.

Claudio hat sich übrigens bereits gemeldet, er hat sich Sorgen gemacht, da wir nicht bei Mustafa zum Abendessen erschienen sind.

 

Tutto OK Claudio. Grazie anche per tua compagnia è stata una gioia per fare la tua conoscenza. Ci vediamo in Irlanda.

 

Eine fantastische Reise, erneut durften wir Neues leben und erleben, Erfahrungen in nicht alltäglicher Umgebung sammeln, Bekanntschaften machen und Freundschaften schliessen.

Ein grosses Merci an Tahar, Claudio, Luciano, Laura, Mario, Carlo, Alessandro, Giorgo für die unvergesslichen Moment. Dank auch an Sabine und Burkhard, Inspiration für die Zukunft.

 

Auch einen Dank an Land Rover. Wir haben jeden Kilometer genossen.

 

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